30.11.2021 • IT-Security, Cyber Security

Kaspersky: Einblick in finanzielle Bedrohungen

Kaspersky gibt Einblick in finanzielle Bedrohungen

Im kommenden Jahr werden – laut der Prognosen von Kaspersky – staatlich unterstützte Gruppen verstärkt die Kryptowährungsbranche ins Visier nehmen und Cyberkriminelle sich Investoren zunutze machen, indem sie gefälschte Wallets mit Backdoors erstellen.

Zusätzlich nehmen Angriffe auf Zahlungssysteme sowie fortschrittlichere mobile Bedrohungen zu. Cyberkriminelle nutzen Veränderungen und Umbrüche gerne für ihre Zwecke aus und passen sich neuen Situationen an. Da die meisten von ihnen pekuniäre Absichten haben, sind finanzielle Bedrohungen seit jeher ein signifikanter Teil der Bedrohungslandschaft. Basierend auf den diesjährigen Beobachtungen stellen die Kaspersky-Experten ihre Vorhersagen für das kommende Jahr vor:

Zielgerichtete Angriffe auf Kryptowährungen werden zunehmen. Da Kryptowährungen ein digitales Gut sind und alle Transaktionen online stattfinden, bieten sie Nutzern Anonymität – ein interessantes Merkmal nicht nur für Cyberkriminelle, sondern auch für staatlich unterstützte Bedrohungsakteure, die Kryptowährungen ins Visier genommen haben. Kaspersky hat APT-Gruppen dabei beobachtet, wie sie das Kryptowährungsgeschäft angreifen, und geht davon aus, dass sich diese Aktivitäten fortsetzen werden.

Sicherheitsmängel und gefälschte Hardware-Wallets als Krypto-Hardware-basierte Bedrohungen. Während die Angriffe auf Kryptowährungen zielgerichteter werden, lassen sich Cyberkriminelle immer neue Wege einfallen, um die finanziellen Vermögenswerte der Anleger zu stehlen. Die Forscher des Unternehmens prognostizieren, dass Cyberkriminelle die Herstellung und den Vertrieb gefälschter Geräte mit Backdoors ausbauen werden, gefolgt von Social-Engineering-Kampagnen und anderen Techniken, um die Finanzwerte ihrer Opfer zu stehlen.

Die Beschleunigung und Konsolidierung von Infostealern. Um die Einfachheit, Erschwinglichkeit und Effektivität der Angriffe zu erhöhen, werden Infostealer eine Schlüsselrolle bei Angriffen gegen finanzielle Vermögenswerte spielen – zumindest zum Zwecke der Datensammlung. Verschiedene Bedrohungsakteure werden darüber ein Profil der Opfer für weitere Angriffe erstellen. Dazu gehören unter anderem zielgerichtete Ransomware-Attacken, traditionelle, zielgerichtete Angriffe und weitere strategische Cyberattacken.

Mehr Mobile-Banking-Trojaner. Die Pandemie hat das mobile Banking weiterentwickelt und so werden mehr Mobile-Banking-Trojaner für die Android-Plattform erwartet und insbesondere RATs, die die von den Banken eingesetzten Sicherheitsmaßnahmen (wie OTP und MFA) umgehen können. Lokale, regionale Android-Implantat-Projekte werden sich global ausbreiten und Angriffe nach Westeuropa und in andere Länder weltweit streuen.
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