22.08.2021 • IT-Security, Cyber Security • Security Management, Zutrittsregelung, Zeiterfassung

Mehr Leistung, Komfort & Sicherheit - Neue Generation digitaler Schließtechnik von SimonsVoss

Mit dem Digital Cylinder AX macht sich SimonsVoss auf in ein neues Zeitalter digitaler Schließtechnik. Das System setzt auf zukunftsweisende Innovationen bei Leistungsumfang, Funktionalität, Energieeffizienz und Sicherheit. Sehr gute Montage- und Komforteigenschaften runden das System ab und erfüllen die erweiterten Anforderungen von Marktpartnern und Anwendern.

„Technologische Basis des Digital Cylinder AX ist die neue AX Systemplattform“, erläutert Oliver Brandmeier, Leiter Produktmanagement. „Weitere Kernelemente sind die Weiterentwicklung bei der Betriebssicherheit und Stabilität, die Modulbauweise sowie die schnelle und effiziente Inbetriebnahme.“ Die AX Systemplattform ist der Garant für die zukunftssichere Kommunikation des neuen Zylinders. Dazu zählen die bekannten Leseverfahren (aktiv, passiv, hybrid) in allen Varianten und Optionen, die serienmäßige Bluetooth Low Energy (BLE)-Schnittstelle, die sekundenschnelle Erst-Programmierung und die Möglichkeit mobilen Nachprogrammierens per Smartphone-App über BLE.

Geschützte Aktor-Elektronik im Zylinderkern

„Konkret bedeutet das z.B. eine Programmierung in wenigen Sekunden“, so der verantwortliche Produktmanager Tobias Lerzer, „es lassen sich über die neue Service-App ‚SmartSync‘ aber auch Zutrittslisten auslesen oder Notöffnungen direkt über BLE vornehmen.“ Die AX-Systemplatt-form steht zudem für höchste Sicherheit: Die Aktor-Elektronik mit integriertem Secure Element befindet sich hinter dem Bohrschutzelement im Zylinderkern. Das Secure Element speichert die  verschlüsselten Systemdaten, ist integraler Teil der Authentifizierung und von außen nicht manipulierbar – eine Technologie, die auch Apple in den neuen iPhones verwendet. Das auch bei anderen Produkten verwendete AX-Prinzip mit Leser im Außenbereich realisiert beim Digital Cylinder AX die optische und akustische Signalgebung und ermöglich jederzeit einen Batterie-wechsel. Gut in der Hand liegen die kompakten und griffigen Knäufe des Zylinders, deren Haptik und Ergonomie weiter optimiert wurden.

Bis zu zwölf Jahre Stand-by

Wesentliches Element der Betriebssicherheit ist die extreme Langlebigkeit des neuen Zylinders: „Hier konnten wir den aktuellen, höchst zuverlässigen Zylinder nochmals verbessern. Das System erreicht ohne Schwierigkeiten die höchste Dauerhaftigkeitsklasse 6 nach DIN EN 15684“, erklärt Lerzer, „das entspricht 100.000 Prüfzyklen. In einer freiwilligen Zusatzprüfung haben wir 1.500.000 mechanische Betätigungen (entspricht 750.000 Prüfzyklen) von einem akkreditierten Prüfinstitut durchführen lassen.“ Auch beim Bohrschutz erreicht der Zylinder schon in der Standardausführung die höchste Klasse 2 nach DIN EN 15684, was im Markt eine Besonderheit ist.

Außerdem gibt es eine zusätzliche VdS-Ausführung mit erweitertem Bohrschutz für erhöhte Schutzansprüche. Ein wesentlicher Fokus in der Entwicklung lag auf der Energieeffizienz und einer möglichst lange Stand-by-Zeit. „Diese ist entscheidend für die Batterielebensdauer“, erklärt Lerzer, „denn sie macht 99,9% der Betriebszeit aus. Obwohl die extrem leistungsfähige AX-Plattform mit der neuen Aktorik naturgemäß mehr Energie im Betrieb benötigt, können wir mit bis zu zwölf Jahren Stand-by die im Wettbewerb mit Abstand längste Batterielebensdauer bieten.“ Mit dieser Kapazität konnten wir die bereits sehr hohen Stand-by-Zeiten der aktuellen Zylindergeneration nochmals nach oben setzen. Das bedeutet im Hinblick auf die Betriebskosten eine Ersparnis von bis zu 90% bezogen auf ein durchschnittliches System über einen Zeitraum von zehn Jahren.

Mehr Flexibilität, weniger Montagaufwand

Weniger Komplexität in der Planung und Fertigung sowie kürzere Durchlaufzeiten sind wichtige Vorteile der Modulbauweise des Digital Cylinder AX. Varianten und Optionen sind in allen Lesevarianten und Ausführungen (auch in Hybrid, Halbzylinder, etc.) verfügbar. Die möglichen Längenanpassungen reduzieren den Montageaufwand vor Ort. Kurzzylinder, Glastürzylinder und weitere Sortimentsabrundungen erhöhen das Anwendungsspektrum des Digital Cylinder AX deutlich.

Charakteristisch ist schließlich auch die schnelle und effiziente Inbetriebnahme des Zylinders. Er lässt sich in wenigen Sekunden ohne Spezialwerkzeug montieren und auch die Erstprogrammierung nimmt nur sehr wenig Zeit in Anspruch. „Mit dem neuen Digital Cylinder AX schreiben wir als Pionier für digitale Schließzylinder die Erfolgsgeschichte weiter“, resümiert Lerzer.

 

Kein einziges Teil wie vorher

Fragen an Ludger Voß und Bernhard Sommer, Geschäftsführung SimonsVoss, zum neuen Digital Cylinder AX

GIT SICHERHEIT: Herr Voß, Herr Sommer, worin lagen die größten Herausforderungen bei der Planung und Realisierung des Digital Cylinder AX?

Ludger Voß: Die Beanspruchung aller Abteilungen im Unternehmen war sehr hoch. Wir sind mit der aktuellen Plattform technologisch an Grenzen geraten. In den letzten Jahren kamen immer neue Anforderungen auf uns zu, beispielsweise in Richtung mobile Endgeräte, IoT und Cloudanwendung. Eine Weiterentwicklung reichte nicht und wir haben deshalb eine völlig neue Zylindergeneration entwickelt.

Bernhard Sommer: Das können Sie wörtlich nehmen – kein Funktionsprinzip im Digital Cylinder AX ist identisch zum Vorgängermodell, kein einziges Teil ist gleich.

Welche Alleinstellungsmerkmale hat der neue Zylinder im Markt?

Bernhard Sommer: Es sind weniger einzelne Eigenschaften, die herausragen, sondern vielmehr die Breite und Kombination der Optimierungen, die das Innovationspotential ausmachen – eine echte Evolution. Dabei geht es vor allem um dauerhafte Funktionalität (1,5 Mio. mechanische Betätigungen), integrierten Bohrschutz in Kern und Profil, gekapselte Aktorhülse für die Elektronik für eine hohe Dichtigkeit und höchste Energieeffizienz mit bis zu zwölf Jahren Stand-by-Zeit.

Ludger Voß: Wir haben insbesondere an den Praxiseinsatz gedacht – etwa bei der Modularität, die nicht nur einfache Längenanpassung bedeutet, sondern auch die Verwendung von nachträglich adaptierbaren Kernverlängerungen außen für Rundlochungen an Türen bietet. Auch die Knäufe sind jederzeit demontierbar. Die Montage des Zylinders braucht kein Spezialwerkzeug und die Programmierung läuft in wenigen Sekunden, auch über BLE mit dem neuen Smartstick AX. Zur Demontage und zum Batteriewechsel wird der neue Magnetschlüssel verwendet, auch das funktioniert mit wenigen Handgriffen.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff „neue AX Sicherheitsarchitektur“?

Ludger Voß: Die AX Sicherheitsarchitektur beruht auf der konsequenten Strategie, alle sicherheitsrelevanten Aspekte der Elektronik, also Aktorsteuerung, Speicherung von Systemschlüsseln, Authentifizierungsprozesse etc. im geschützten Innenbereich einer Schließung unterzubringen, also im Aktor im Zylinderkern hinter dem Bohrschutz. Für die Speicherung und Berechnung der kritischen Systemdaten wird konsequent ein (nicht hackbares) Secure Element (wie auf Geldkarten oder auch in den neuesten iPhones) verwendet. Die Herausforderung war, alle Funktionen in dem sehr kleinen zur Verfügung stehenden Bauraum unterzubringen, ohne das Design des Zylinders zu verändern. Es wurden neue Fertigungsverfahren und Materialien eingesetzt, um bei Qualität und Zuverlässigkeit noch besser zu werden. Beim Thema Manipulationssicherheit sind wir keinerlei Kompromisse eingegangen.

Soll der Digital Cylinder AX den aktuellen 3061-Zylinder langfristig ersetzen oder wird es dauerhaft beide Systeme geben?

Bernhard Sommer: Die nächsten Jahre wird es einen Parallelbetrieb geben, alles Weitere entscheidet letztlich der Markt. Wir warten die Entwicklung ab, eine Zeit- oder Zielvorgabe gibt es nicht.

Ludger Voß: Wichtig ist in diesem Zusammenhang das Kompatibilitätsprinzip, das bei uns Tradition darstellt. Der neue Digital Cylinder AX kann in bestehenden System 3060-Anlagen eingesetzt werden. Für die Umsetzung genügt als Voraussetzung jedenfalls die aktuelle Software-Version LSM 3.5 (SP1) oder auch bereits die erste Version unseres AX-Managers, kurz AXM.

Gibt es bestimmte Anwendungen, für die der Digital Cylinder AX besonders geeignet ist?

Bernhard Sommer: Die Stärke liegt in der Universalität, das System ist praktisch überall einsetzbar und durch die innovative Technik widerstandsfähiger gegen Wasser und Außeneinwirkungen (IP67). Wir werden auch Kurzzylinder anbieten in der Größe 25 mm für schmale Türen und später einen Glastürzylinder mit noch kleineren Maßen.

Ludger Voß: Das Produktportfolio des neuen Zylinders zum Start deckt bereits mehr als 99 Prozent der notwendigen Anforderungen ab. Das schließt Weiterentwicklungen in einzelnen Bereichen nicht aus. In 2022 werden wir die DoorMonitoring-Ausführung mit einer neuen Sensorik für alle Türsituationen anbieten, auch in MobileKey, unserer Lösung für kleine Gewerbeeinheiten.

Gibt es wesentliche Änderungen bei den Schließmedien?

Bernhard Sommer: Nein. Grundsätzlich können unsere Hybridzylinder, die in allen Ausführungen zur Verfügung stehen, mit dem bewährten SimonsVoss-Transponder und gängigen RFID-Karten bedient werden. Bluetooth Low Energy (BLE) als eine Öffnung für den Systemverwalter via Smartphone mit Hilfe der neuen Service-App „SmartSync“ ist auch möglich.

Wie wurde der Digital Cylinder AX getestet?

Ludger Voß: Erstmal intern auf eigenen Testständen und auch im eigenen Gebäude. Hier können wir Bauteilprüfungen abbilden und die serienbegleitende Produktionskontrolle kontinuierlich durchführen. Extern haben wir bereits im Sommer 2019 die ersten Tests gestartet. Es wurde mit über 1.000 installierten Zylindern in mehr als 40 Objekten der längste und größte Feldtest in der SimonsVoss-Geschichte. Ab Herbst 2020 haben wir das Testprogramm mit weiteren 2.000 Zylindern in allen freigegebenen Varianten ausgeweitet. Zu den Test-Objekten gehörten u.a. große Industrieunternehmen und Bildungseinrichtungen mit fachkundigen und durchaus kritischen Begleitern unserer Innovation. Das Ergebnis stimmte uns sehr optimistisch: Nicht ein Test-Zylinder musste ausgetauscht werden.

Wo wird der neue Zylinder produziert?

Bernhard Sommer: Die Produktion läuft an unserem Standort in Osterfeld, der ja hauptsächlich zu diesem Zweck mit einer neuen Halle um über 3.000 m² erweitert wurde. Die größte Herausforderung waren die Einführung der Prozesse mit den sehr komplexen Teilen und die Einführung einer Produktion nach dem Lean-Prinzip, also sehr schlank und sehr effizient. Geplant und umgesetzt haben das Christoph Krüger, Leiter Operations, und Andreas Löber, Projektleiter im Fertigungsengineering, als Verantwortliche vor Ort. Zusammen mit dem ganzen Team wurde eine maßgeschneiderte Produktion auf die Beine gestellt, die sich sehen lassen kann und den Marktpartnern unseren Maßstäben entsprechend hochwertige und leistungsfähige Systeme zur Verfügung stellt.

Welche Maßnahmen zur Vertriebsunterstützung stehen zum Marktstart bereit?

Bernhard Sommer: Wir führen zahlreiche Fachveranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen durch, zur Zeit natürlich auch online aus einem extra eingerichteten kleinen TV-Studio. Außerdem haben wir Videos über das System und alle technischen Features produziert, ebenso zur Montage. Es gibt für den Außendienst Demo-Cases mit einem Knaufzylinder und Modularteilen inklusive Schließmedien, die auch dem Fachhandel zur Verfügung stehen, ebenso wie eine bildschirmgeeignete Präsentation, die beim Marktpartner gezeigt werden kann. Außerdem natürlich Standards wie Broschüren, Datenblätter, Preisliste etc. – auch elektronisch über die SimonsVoss-Mediathek.

Wo wird der Digital Cylinder AX außer in Deutschland noch verfügbar sein ab Juli 2021?

Ludger Voß: Der Marktstart erfolgt in ganz Europa, in allen Ländern, in denen wir jetzt schon aktiv sind gleichzeitig. In Skandinavien starten wir mit dem dort gängigen Ovalprofil, in der Schweiz mit Rundprofilen.

Kann man zur Lieferzeit etwas sagen?

Bernhard Sommer: Die bewegt sich im derzeit gewohnten Rahmen von ca. zwei Wochen. Diese Zeitspanne schaffen wir auch in der aktuellen Phase mit hoher Nachfrage. Dafür haben wir die Fertigung ausgebaut, um die gewohnt hohe Qualität „Made in Germany“ anbieten zu können.

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