02.05.2020 • Brandschutz • Security, Einbruchschutz, Perimeterschutz

Explosionsgeschützte Feststellanlagen

DICTATOR Feststellanlagen für explosionsgefährdete Bereiche

In explosionsgefährdeten Bereichen bestehen zwangsläufig hohe Anforderungen an die dort eingesetzten Produkte. Die europäischen ATEX-Richtlinien (zunächst die EN 94/9/EG und dann die Richtlinie 2014/34/EU) haben eine erhebliche Verschärfung der entsprechenden Vorschriften mit sich gebracht.

DICTATOR bietet für explosionsgefährdete Bereiche eine Feststellanlage an, die die Anforderungen der ATEX-Richtlinie 2014/34/EU erfüllt. Für die Feststellanlage besteht eine Allgemeine Bauartgenehmigung, Nr. Z-6.500-2443.

Die Feststellanlage ist lieferbar

- als reine Feststellanlage ohne Antrieb,

- als Feststellanlage in Verbindung mit einem Tür-/Torantrieb als Öffnungshilfe.

Die Zentrale wird außerhalb des explosionsgefährdeten Bereiches eingebaut. Sonderausführungen mit druckgekapselten Gehäusen für die Ex-Zonen sind auf Anfrage möglich.

Die gültigen Regeln und Vorschriften bezüglich Ex-Schutz müssen zwingend eingehalten werden. Die Montage muss. So erfolgen, dass die Geräte und Bedienelemente nicht beschädigt werden können.

Technische Daten

Einsatzbereich:  Explosionsgefährdete Bereiche der Zonen 1 und 2

Temperaturbereich: -20 °C bis +40 °C

Zündschutzart Brandmelder: Ex II 1G Ex ia II C T5 (bei max. 40 °C) in Verbindung mit einer Spannungsbarriere

Zündschutzart Elektrohaftmagnete, Kabelausführung: Ex II 2G Ex mb IIC T6 Gb bzw. Ex II 2D Ex mb IIIC T85°C Db

Zündschutzart Elektrohaftmagnete, Klemmkasten: Ex II 2G Ex mb e IIC T6 Gb bzw. Ex II 2D Ex mb e IIIC T85°C Db

Komponenten einer Feststellanlage ohne Antrieb

Brandschutztüren und -tore, die offen gehalten werden müssen, weil es z.B. der Betriebsablauf erfordert, benötigen eine Feststellanlage. Diese besteht in der kleinsten Ausbaustufe aus einem Brandmelder, einem Stromversorgungsgerat, dem Elektro-Haftmagneten und einem Handauslösetaster. Bei Brandalarm oder Gaswarnung wird die Stromversorgung zum Haftmagneten unterbrochen und die Tür ist freigegeben. Diese schließt dann automatisch durch die eingebaute Schließfeder, einen Türschließer oder durch ein Gegengewicht.

Ob zusätzlich eine Gaswarnanlage erforderlich ist, muss durch den EX-Beauftragten des Betreibers geprüft werden.

Die ex-geschützte DICTATOR Feststellanlage umfasst maximal 20 Rauch- bzw. Wärmemelder und 12 Haftmagnete (ACHTUNG: maximale Ausgangsbelastung der Zentrale RZ-24 beachten!). Bei den Haftmagneten stehen zwei verschiedene Stärken zur Auswahl.

Die Zentrale RZ-24 und die Spannungsbarriere (Zenerbarriere) werden außerhalb des ex-gefährdeten Bereiches montiert. Sonderausführungen mit druckgekapselten Gehäusen für die Ex-Zonen sind auf Anfrage möglich.

Als Kabel zum Verdrahten innerhalb des Ex-Bereiches wird ein Ölflex-Kabel 2x0,75 mm2 empfohlen (max. 100 m Länge).

- Zentrale RZ-24 mit Netzteil: siehe Seite 07.009.00 ff.

- Spannungsbarriere: Zenerbarriere Z77

- Rauchmelder RM 3000IS EX (oder Wärmemelder WM 3000IS EX) mit Sockel

- Widerstand 3,9 kΩ (im Lieferumfang der Zentrale RZ-24 enthalten

- Ex-Magnet (für Zonen 1 + 2 s. S. 07.063.00 ff., nur für Zone 2 s. S. 07.061.00)

- Handauslösetaster (Bestell-Nr. 700232)

- Gaswarnanlage**: ob eine (bauseits zu stellende) Gaswarnanlage erforderlich ist, muss durch den EX-Beauftragten anhand der Explosionsschutzdokumente geprüft werden (Anforderung: potentialfreier Kontakt mit Schaltleistung 24 VDC/100 mA.)

Komponenten einer Feststellanlage mit Antrieb

Zum Öffnen einer Brandschutztür kann ein zugelassener, ex-geschützter Antrieb eingesetzt werden. In ex-geschützten Feststellanlagen werden die Haftmagnete grundsätzlich nur in der Position AUF montiert und sind nicht im Antrieb integriert. Es muss unbedingt sichergestellt werden, dass die Tür im Alarmfall sicher schließt und nicht durch einen Fehler in der Antriebssteuerung blockiert wird. Daher wird die Steuerung des ex-geschützten Antriebs im Alarmfall durch das in der Zentrale RZ-24 integrierte Schaltrelais automatisch abgeschaltet.

Der zum Öffnen der Brandschutztür/des Brandschutztores benötigte Antrieb wird in der nachfolgenden Aufstellung nicht berücksichtigt. Seine Auswahl hängt von Türart, benötigten Kräften, Funktionen etc. ab.

Die Zentrale RZ-24 und die Spannungsbarriere werden außerhalb des ex-gefährdeten Bereiches montiert. Sonderausführungen mit druckgekapselten Gehäusen für die Ex-Zonen sind auf Anfrage möglich.

Als Kabel zum Verdrahten innerhalb des Ex-Bereiches wird ein Ölflex-Kabel 2x0,75 mm empfohlen (max. 100 m Länge).

- Zentrale RZ-24 mit Netzteil: siehe Seite 07.009.00 ff.

- Spannungsbarriere: Zenerbarriere Z779

- Rauchmelder RM 3000IS EX (oder Wärmemelder WM 3000IS EX) mit Sockel

- Widerstand 3,9 kΩ (im Lieferumfang der Zentrale RZ-24 enthalten)

- Ex-Magnet (für Zonen 1 + 2 siehe Seite 07.063.00 ff., nur für Zone 2 siehe Seite 07.061.00)

- Handauslösetaster (Bestell-Nr. 700232)

- Gaswarnanlage**: ob eine (bauseits zu stellende) Gaswarnanlage erforderlich ist, muss durch den EX-Beauftragten anhand der Explosionsschutzdokumente geprüft werden (Anforderung: potentialfreier Kontakt mit Schaltleistung 24 VDC/100 mA.)

- Ggf. ex-geschützte ZU-Taster für die Tür/das Tor

Rauch-/Wärmemelder RM 3000IS EX / WM 3000IS EX

In explosionsgefährdeten Bereichen ist neben der bauaufsichtlichen Zulassung für den Einsatz im Brandschutz auch eine entsprechende Prüfung gemäß. der ATEX Richtlinie erforderlich. Sowohl Rauchmelder RM3000IS EX als auch Wärmemelder WM3000IS EX erfüllen diese Anforderungen.

Der Rauchmelder RM 3000IS EX ist ein Streulichtmelder mit eingebautem Thermosensor. Die Rauchmelder RM 3000IS EX und Wärmemelder WM 3000IS EX sind eigensicher. Sie dürfen in explosionsgefährdeten Bereichen nur in Verbindung mit der auf der folgenden Seite beschriebenen Zenerbarriere verwendet werden.

Maße

Rauchmelder RM 3000IS EX mit Sockel: Ø 100 mm, Höhe 60 mm

Wärmemelder WM 3000IS EX mit Sockel: Ø 100 mm, Höhe 50 mm

Einbauhinweise

Der elektrische Anschluss erfolgt im Sockel S 3000IS EX. Im letzten Melder muss zwischen den Klemmen Com- und Out+ der Widerstand 3,9 kΩ angebracht werden.

Eigensichere Stromkreise (hellblaue Kennzeichnung an den Geräten) dürfen, abhängig von der Zündschutzart, in explosionsgefährdete Bereiche geführt werden. Dabei müssen sie unbedingt komplett von allen nichteigensicheren Stromkreisen getrennt werden. Es gelten die einschlägigen Vorschriften der EN 60079-14. Für Deutschland ist zusätzlich das "Nationale Vorwort" der DIN EN 60079-14/VDE 0165 Teil 1 zu beachten.

An die Rauch- und Wärmemelder RM/WM 3000IS EX kann auf Anfrage zusätzlich eine Parallelanzeige angeschlossen werden, um so im Alarmfall schneller den auslosenden Melder bzw. den Brandherd lokalisieren zu können.

Technische Daten

Versorgungsspannung: 14 bis 28 VDC

Durchschnittlicher Ruhestrom: 85 μA bei 24 VDC

Einschaltstrom: 105 μA bei 24 VDC

Alarmlast: 325 Ω in Serie mit 1,0 V Abfall

Betriebstemperatur: -40 °C bis +60 °C (Klasse T4), -40 °C bis +40 °C (Klasse T5) (vor Kondensation und Vereisung schützen!)

Wärmemelder: Thermodifferentialmelder

Ansprechklasse nach EN 54-5:2000: AR1, max. Raumtemperatur 50 °C

Zündschutzart: Ex II 1G EEx ia IIC T5 (bei max. 40 °C)

Schutzart: IP 23

Alarmanzeige: Rote Leuchtdiode am Melder

Material / Farbe Gehäuse: Polycarbonat / weiß

Bestellangaben

Rauchmelder RM 3000IS EX mit Sockel S 3000IS EX: Bestell-Nr. 040881SET

Wärmemelder WM 3000IS EX mit Sockel S 3000IS EX: Bestell-Nr. 040886SET

Widerstand 3,9 kΩ: Bestell-Nr. 040893

Zenerbarriere Z779

Zwischen die Zentrale RZ-24 und die eigensicheren Rauchmelder im Ex-Bereich muss eine Spannungsbarriere, die Zenerbarriere Z779, geschaltet werden. Sie verhindert, dass bei Überschreiten der maximal zulässigen Spannung zu hohe Energien im explosionsgefährdeten Bereich auftreten und diese explosionsfähige Gase oder Dämpfe entzünden könnten.

Die Zenerbarriere Z779 ist gemäß der europäischen ATEX-Richtlinie 2014/34/EU geprüft und zugelassen (Zulassungs-Nr. BAS 01 ATEX 7005).

Funktionsbeschreibung Zenerbarriere

In der Zenerbarriere sind mehrere Dioden eingebaut, die in Sperrrichtung geschaltet sind. Wird bei einem Fehler im Nicht-Ex-Bereich die maximal zulässige Spannung für diese Dioden überschritten, beginnen die Dioden zu leiten und lösen dadurch die Sicherung in der Zenerbarriere aus. Ein Transfer unzulässig hoher Energien in den Ex-Bereich wird dadurch verhindert.

Die Zenerbarriere muss außerhalb des Ex-Bereiches angebracht werden. Sonderausführungen mit druckgekapselten Gehäusen für die Ex-Zonen sind auf Anfrage möglich.

Falls die Zenerbarriere vor Ort nicht in ein vorhandenes Gehäuse mit Hutschiene (Normschiene gemäß. EN 50022) eingebaut werden kann, bieten wir Ihnen ein separates Gehäuse in Schutzart IP 65 an. Die Zenerbarriere wird hier einfach auf die Hutschiene aufgeschnappt.

Technische Daten

Merkmale Zenerbarriere Z779: 2-kanalig, DC-Version, positive Polarität

Versorgungsspannung: max. 27 VDC

Sicherungsnennstrom: 50 mA

Längswiderstand: min. 301 Ω/max. 327 Ω

Anzahl anschließbarer Ex-Melder max. 20 Stück eigensichere Melder

Schutzart: IP 20 / Gehäuse IP 65

Betriebstemperatur: -20 °C bis +60 °C

Abmessungen Zenerbarriere: 12,5 x 115 x 110 mm

Material Gehäuse: glasfaserverstärktes Polycarbonat

Farbe Gehäuse: Unterteil schwarz, Oberteil grau, RAL 9005/7035

Bestellangaben

Zenerbarriere Z779: Bestell-Nr. 040589

Gehäuse CI-K zu Zenerbarriere: Bestell-Nr. 040585

Katalog - Ex-geschuetzte Feststellanlagen (221 KB)

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